diedenkweisen

NLP & Nachhaltigkeit – Was soll das denn heißen?

„Sei selbst
die Ver­än­de­rung,
die du dir für die Welt
wünschst.“

- Mahat­ma Gandhi

Was ver­bin­dest Du mit „Nach­hal­tig­keit“?

Einer Dei­ner ers­ten Gedan­ken ist viel­leicht: „Nach­hal­tig­keit ist immer grün und gut.“ Oder: „Nach­hal­tig­keit ist doch nur ein Kon­zept von vie­len, das mich zu Ver­zicht und Ver­än­de­rung mei­ner Gewohn­hei­ten über­re­den will!“

Doch immer lang­sam! Ich lade Dich ein, Dir das The­ma „Nach­hal­tig­keit“ genau­er anzu­se­hen. Was bedeu­tet „Nach­hal­tig­keit“ über­haupt? Und was genau steckt hin­ter die­sem Kon­zept? Für wen soll es gel­ten und was will es errei­chen? Was bedeu­tet Nach­hal­tig­keit im NLP?

Was bedeu­tet „Nach­hal­tig­keit“ überhaupt?

Nach­hal­tig­keit bedeu­tet im wört­li­chen Sin­ne „län­ge­re Zeit anhal­ten­de Wir­kung“ und stammt ursprüng­lich aus der Forst­wirt­schaft des 18. Jahr­hun­derts. Du kannst dir den Namen Carl von Car­lo­witz mer­ken, der als wesent­li­cher Schöp­fer des Begriffs gilt. Nach­hal­tig­keit soll­te die (forst-)wirtschaftliche Nut­zung der Wäl­der begren­zen, um sicher­zu­stel­len, dass nur so vie­le Bäu­me gefällt wur­den, wie in den Augen der Forst­be­hör­den für die Erhal­tung des Öko­sys­tems Wald trag­bar schie­nen. Über­setzt als „Sus­taina­bi­li­ty“ kehr­te der Begriff dann durch die US-ame­ri­ka­ni­sche Öko­lo­gie­be­we­gung in den 1970er Jah­ren zurück in den deutsch­spra­chi­gen Raum.

Ein wei­te­rer Mei­len­stein für die Begriffs­ent­wick­lung ist der Brundt­land-Bericht von 1987. Er mar­kiert den Beginn des welt­wei­ten Dis­kur­ses über Nach­hal­tig­keit und Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung. Der Bericht defi­niert Nach­hal­tig­keit so:

„Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ist eine Ent­wick­lung, die den Bedürf­nis­sen der heu­ti­gen Genera­ti­on ent­spricht, ohne die Mög­lich­kei­ten künf­ti­ger Genera­tio­nen zu gefähr­den, ihre eige­nen Bedürf­nis­se zu befriedigen.“

In den auf den Bericht fol­gen­den Ver­hand­lun­gen for­mu­lier­te die inter­na­tio­na­le Staa­ten­ge­mein­schaft die 17 Zie­le für Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung (Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals, SDGs), dar­un­ter Armuts­be­kämp­fung, Kli­ma­schutz und das Recht auf Bil­dung. Aus den inter­na­tio­na­len Ent­wick­lungs­zie­len wer­den natio­na­le Nach­hal­tig­keits­stra­te­gien abge­lei­tet und kom­mu­na­le sowie regio­na­le Maß­nah­men­ka­ta­lo­ge implementiert.

Quel­le: https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung 

Das Kon­zept „Nach­hal­tig­keit“: „Drei-Säu­len-Modell“

Soweit die Ent­wick­lung des Begriffs Nach­hal­tig­keit im poli­ti­schen Kontext.

Anhand der drei Säu­len Öko­no­mie, Öko­lo­gie und Sozia­les kön­nen Staa­ten, Unter­neh­men und Indi­vi­du­en Leit­li­ni­en für nach­hal­ti­ges Han­deln for­mu­lie­ren. Zen­tra­les Ele­ment die­ses Modells ist die Gleich­wer­tig­keit aller drei Berei­che. Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung kann nur dann erreicht wer­den, wenn umwelt­be­zo­ge­ne, wirt­schaft­li­che und sozia­le Zie­le gleich­zei­tig und gleich­be­rech­tigt umge­setzt wer­den. Die drei Säu­len bedin­gen sich also gegenseitig.

Gra­fik: Utopia.de

Ganz kon­kret und zum Mit­schrei­ben bedeu­tet das für Dich und mich:

1) Öko­lo­gi­sche Nachhaltigkeit

  • Scho­ne die Umwelt und die natür­li­chen Ressourcen!
  • Gehe bewusst mit Was­ser, Ener­gie und end­li­chen Roh­stof­fen um!
  • Ver­mei­de Müll und (Einweg-)Verpackungen!
  • Schüt­ze das Öko­sys­tem und för­de­re durch Dein Han­deln Biodiversität!
  • Gehe bewusst mit Dei­ner und der Gesund­heit Dei­ner Mit­men­schen um! (Ver­mei­de gesund­heits­schäd­li­che Stof­fe, Pro­duk­te, etc.)
  • Unter­stüt­ze die Ent­wick­lung eines Bewusst­seins für Nach­hal­tig­keit bei Dei­nen Kin­dern und Dei­nen Mitmenschen!

2) Öko­no­mi­sche Nachhaltigkeit

  • Ziel sind „gutes Wirt­schaf­ten“ und Transparenz.
  • Stel­le Dich und Dein Unter­neh­men „nach­hal­tig“ und kon­kur­renz­fä­hig auf, um lang­fris­tig erfolg­reich zu sein!
  • Ver­fol­ge lang­fris­ti­ge Stra­te­gien, die über eine blo­ße (kurz­fris­ti­ge) Pro­fit­ma­xi­mie­rung hinausgehen!
  • Stei­ge­re Dei­ne Lebens­qua­li­tät und die Dei­ner Mit­men­schen durch Dein Han­deln, das geprägt ist von Fair­ness und Respekt!
  • För­de­re Umwelt­schutz-Pro­jek­te mit Dei­nen Profiten!
  • Hal­te Dei­ne Ver­schul­dung so gering wie möglich!
  • Inves­tie­re Dein Geld in nach­hal­tig wirt­schaf­ten­de Unter­neh­men und in nach­hal­ti­ge Geldanlagen.
  • Unter­stüt­ze durch Dei­ne Inves­ti­tio­nen und Ein­käu­fe regio­na­le Anbie­ter und trans­pa­ren­te Wert­schöp­fungs­ket­ten (= die Nach­voll­zieh­bar­keit der Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen, der ver­wen­de­ten Res­sour­cen und aller betei­lig­ten Akteure)!

3) Sozia­le Nach­hal­tig­keit – Eine anthro­po­lo­gi­sche Grundannahme

  • Alle Men­schen haben ein Recht auf Wür­de und freie Ent­fal­tung der Persönlichkeit.
  • Unter­stüt­ze fai­re Bezah­lung von Arbeit, fai­re Arbeits- und Aus­bil­dungs­be­din­gun­gen und freie beruf­li­che Entfaltung!
  • Set­ze Dich gegen Aus­beu­tung und Zwangs- oder Kin­der­ar­beit ein!
  • För­de­re gemein­wohl­ori­en­tier­tes Han­deln und ver­mitt­le dies auch Dei­nen Kindern!

Das Drei-Säu­len-Modell wur­de aus ver­schie­de­nen Grün­den kri­ti­siert, so wur­de die Pra­xis­taug­lich­keit der Gleich­be­rech­ti­gung aller drei Säu­len in Fra­ge gestellt. Ein alter­na­ti­ves Modell ist das gewich­te­te Drei-Säu­len-Modell mit der Beto­nung, dass Öko­no­mie, Kul­tur und Sozia­les von natür­li­chen Res­sour­cen abhängen.

Gra­fik: Utopia.de

Und was genau steckt hin­ter dem Kon­zept „Nach­hal­tig­keit“?

Unser aller Han­deln hat Ein­fluss. Denn mit unse­ren täg­li­chen Ent­schei­dun­gen, bestimm­te Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen zu nut­zen, unter­stüt­zen wir Verhaltensweisen:

  • Wir unter­stüt­zen den Umgang mit Res­sour­cen wie Was­ser, Ener­gie oder Roh­stof­fen durch Pro­duk­ti­on oder Trans­port von Pro­duk­ten oder die Erbrin­gung von Dienstleistungen.
  • Wir kau­fen den fai­ren oder unfai­ren Umgang mit Men­schen, mit Lebe­we­sen, mit Res­sour­cen und mit der Natur.
  • Wir unter­stüt­zen gemein­wohl­ori­en­tier­tes Han­deln oder beloh­nen die Pro­fit­ma­xi­mie­rungs­stra­te­gie eines welt­weit täti­gen Konzerns.

Nach­hal­tig­keit bedeu­tet also hin­ter die Kulis­sen zu schau­en und all die klein­ge­druck­ten „Neben­kos­ten“ eines Pro­duk­tes oder einer Dienst­leis­tung in die Kauf­ent­schei­dung miteinzubeziehen.

Nach­hal­tig­keit im NLP

Neu­ro-Lin­gu­is­ti­sches Pro­gram­mie­ren (NLP) ist eine Coa­ching­me­tho­de, die Men­schen dabei hilft, von einem gegen­wär­ti­gen (uner­wünsch­ten) Zustand zu einem zukünf­ti­gen erwünsch­ten Zustand zu gelangen.

Der Coach hilft mit den Erkennt­nis­sen und Werk­zeu­gen des NLPs dabei, die­se Ver­än­de­rung zu meis­tern. Die Ver­än­de­rung erfolgt in der Regel auf meh­re­ren Ebe­nen gleich­zei­tig: im Den­ken, im Füh­len und in der inne­ren Wahr­neh­mung und kann im Erfolgs­fall gra­vie­ren­de Aus­wir­kun­gen auf zukünf­ti­ge Ver­hal­tens- und Reak­ti­ons­wei­sen des/der Klienten*in haben. Die­se Aus­wir­kun­gen ent­schei­den dar­über, ob der/die Klient*in sein gewünsch­tes Ziel erreicht oder nicht.

Bezo­gen auf unser The­ma kön­nen wir uns fol­gen­de Fra­gen stel­len:
1) Wie nach­hal­tig ist die Ver­än­de­rungs­ar­beit mit NLP?
2) Wel­chen Ein­fluss hat die Ver­än­de­rung auf die Umge­bung?
3) Wie wird im NLP sicher­ge­stellt, dass wir ande­re oder unser Umfeld nicht nega­tiv beeinflussen?

Bei­spiel:

Du möch­test Dei­ne Ernäh­rungs­wei­se verändern.

In einem Coa­ching stellst du sicher, dass alles in Dir für die­se Ver­än­de­rung bereit ist und wie (z.B. vegan) Du Dich künf­tig ernäh­ren möch­test. Dein Coach defi­niert mit Dir zusam­men Dei­nen Weg, um genau Dei­nen indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen, Dei­ner Geschich­te und Dei­nem Kon­text gerecht zu wer­den. Dein Coach weist Dich zudem dar­auf hin, dass Dein neu­es Ver­hal­ten Ein­fluss auf Dei­ne Umge­bung, auf Freund­schaf­ten, Bekannt­schaf­ten und vor allem Fami­lie haben wird. Bist Du bereit, die Kon­se­quen­zen Dei­ner Ver­än­de­rung zu tra­gen? Und unter wel­chen Bedin­gun­gen möch­test Du Dich gege­be­nen­falls fle­xi­bel zeigen?

Jede Ver­än­de­rungs­ar­beit hat zum Ziel, Dei­ne Hand­lungs­mög­lich­kei­ten zu erwei­tern und Dich auf Dei­nem Weg zu einem erfüll­ten Leben, zu erfül­len­den Bezie­hun­gen und zur Rea­li­sie­rung Dei­nes Lebens­traums, der bes­ten Ver­si­on Dei­nes Selbst zu unterstützen.

Ent­schei­den­de Erfolgs­fak­to­ren für jeden Ver­än­de­rungs­pro­zess sind also Öko­lo­gie & Nach­hal­tig­keit, Offen­heit und Flexibilität.

Viel Spaß beim Defi­nie­ren und Umset­zen Dei­ner per­sön­li­chen Visi­on von Nach­hal­tig­keit!

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